Herford, 13. Dezember 2022 – Die Bitcoin Group SE (ISIN DE000A1TNV91) hat mit dem Eigentümer des Bankhaus von der Heydt, Dietrich von Boetticher, eine Vereinbarung zur Übernahme von 100 % der Anteile unterzeichnet. Der finale Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und wird für das dritte Quartal 2023 erwartet.
Das Bankhaus von der Heydt verfügt über eine Vollbanklizenz und zählt zu den führenden Anbietern in Deutschland, die die Verwahrung und Tokenisierung von digitalen Vermögenswerten anbieten. Der Kaufpreis besteht aus einer Barzahlung in Höhe von EUR 14 Mio., die abhängig von Entwicklungen des Eigenkapitals der Zielgesellschaft ggf. modifiziert werden kann, sowie 150.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen der Bitcoin Group SE.
Durch die Zusammenführung agieren mit der Bitcoin Group SE und dem Bankhaus von der Heydt künftig zwei Kryptovorreiter gemeinsam. Ziel ist es, die Bank- und Kapitalmarktinfrastrukturen nahtlos mit den Vorteilen der Blockchaintechnologie zu verbinden und dadurch umfassend reguliert und rechtssicher sowie vollständig unabhängig sämtliche Bank-, Wertpapier- und Kryptowährungshandelsdienstleistungen aus einer Hand anzubieten.
„Mit der Übernahme des Bankhaus von der Heydt kombinieren wir eine Traditionsbank mit Kryptobezug mit einer von Deutschlands ältesten Kryptowährungs-Handelsplattformen und können künftig vollständig unabhängig von Dritten agieren. Für die Bitcoin Group eröffnet sich zudem die Möglichkeit, das Geschäft über die bisherigen Aktivitäten im Bereich des Wertpapierhandels und des Handels sowie der Verwahrung von Kryptowährungen hinaus auszubauen. Gerade in einem Umfeld mit zunehmender Regulierung im Bereich der Kryptowährungen ist die Übernahme des Bankhaus von der Heydt ein bedeutender Schritt, der dazu beitragen wird, dass die Bitcoin Group ihre Marktstellung als eine der führenden europäischen Kryptowährungshandelsplattformen festigen und ausbauen kann“, sagt Marco Bodewein, Vorstand der Bitcoin Group SE.
Herford, 22. September 2022 – Die Bitcoin Group SE (ISIN DE000A1TNV91) hat heute ihren Halbjahresbericht 2022 veröffentlicht. Das Unternehmen, das über die 100-prozentige Tochtergesellschaft futurum bank AG den Kryptowährungshandelsplatz Bitcoin.de betreibt, blickt trotz des außerordentlich herausfordernden Umfeldes an den Finanz- und Kryptomärkten auf ein weiterhin profitables erstes Halbjahr 2022 zurück.
Die Bitcoin Group SE erzielte in den ersten sechs Monaten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 5,6 Mio. (IFRS) nach EUR 17,7 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei EUR 2,7 Mio. im Vergleich zu EUR 14,4 Mio. in der Vorjahresperiode. Aufgrund von Abschreibungen auf den Eigenbestand an Kryptowerten belief sich das Ergebnis je Aktie auf EUR -0,44, nach EUR 2,03 zum ersten Halbjahr 2021.
Der Umsatz- und Ergebnisrückgang ist vor allem den negativen makroökonomischen und geopolitischen Umständen geschuldet. Leitzinsanhebungen und Liquiditätsverknappung durch die Notenbanken zur Inflationsbekämpfung auf der einen Seite sowie Ukraine-Krieg, Energiekrise und damit verbunden die deutliche Eintrübung der globalen Wirtschaft auf der anderen Seite haben zu einer deutlichen Risikoreduktion bei den Investoren und Anlegern im Allgemeinen und bei den Krypto-Investoren im Speziellen geführt. Die daraus resultierende angespannte Stimmung an den Finanzmärkten prägte in Form einer rückläufigen Handelsaktivität die Geschäftsentwicklung der Bitcoin Group im ersten Halbjahr.
Ungeachtet dessen ist die Bilanzsituation der Bitcoin Group weiterhin sehr gut. Die Eigenkapitalquote lag zum 30. Juni 2022 bei 74,67 Prozent (31. Dezember 2021: 72,99 Prozent). Die liquiden Mittel beliefen sich zum 30. Juni 2022 auf EUR 19,35 Mio. nach EUR 20,28 Mio. zum Bilanzstichtag 2021. Die Netto-Krypto-Eigenbestände reduzierten sich aufgrund der Kursverluste der Kryptowährungen im ersten Halbjahr auf EUR 80,2 Mio. nach EUR 181,1 Mio. zum 31. Dezember 2021.
Die fortdauernden geopolitischen und konjunkturellen Unwägbarkeiten und die daraus für die Bitcoin Group SE resultierenden indirekten Auswirkungen sowie der sukzessive Ausstieg wesentlicher Zentralbanken aus der expansiven Geldpolitik erschweren eine valide Prognoseerstellung. Unter Berücksichtigung der verschlechterten Marktverhältnisse kann die Bitcoin Group SE die bisherige ambitionierte Prognose für das Geschäftsjahr 2022, die einen leicht rückläufigen Umsatz und ein EBITDA im oberen einstelligen Millionenbereich vorsah, nicht aufrechterhalten. Die Gesellschaft geht nunmehr von einem stark rückläufigen Umsatz aus, das EBITDA wird im unteren einstelligen Millionenbereich erwartet.
„Wir durchlaufen derzeit in jeglicher Hinsicht ungewöhnliche und extrem herausfordernde Zeiten. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir mit mittlerweile 1.032.000 Kunden auf Bitcoin.de unseren Wachstumskurs fortsetzen werden. Wir sind finanziell hervorragend aufgestellt, um unsere Marktposition zielgerichtet auszubauen. Ungeachtet der herausfordernden Marktbedingungen sind Kryptowährungen in vielen Bereichen, egal ob als Assetklasse oder Bezahlmedium im Handel, fest etabliert und bleiben eine wichtige und chancenreiche Assetklasse. Bis sich die makroökonomischen Bedingungen wieder verbessern, ist nur eine Frage der Zeit, dann wird sich auch der Kryptomarkt wieder erholen. 2022 steht uns vielleicht ein Krypto-Winter bevor, aber auf Winter folgen bekanntlich Frühling und Sommer. Daher blicken wir grundsätzlich optimistisch in die Zukunft über 2022 hinaus“, sagt Marco Bodewein, Vorstand der Bitcoin Group SE.
Der Halbjahresbericht 2022 steht auf www.bitcoingroup.com im Bereich Publikationen zum Download bereit.